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Paradoxon #1: Kinder vs. Eltern


Unsere Welt ist oftmals äußerst widersprüchlich – so manches in unserem Leben erscheint uns paradox. Ich möchte in den nächsten Wochen mehrere Beispiele des täglichen Lebens aufgreifen, näher beleuchten und darstellen, warum hier ein dem logischen Verstand widersprüchliches Verhalten einzelner oder ganzer Personen-/Gesellschaftsgruppen zu beobachten ist. Mir ist dabei wichtig, den Zusammenhang mit unseren Programmierungen in unserem Bewusstsein aufzuzeigen und Möglichkeiten zur Transformation anbieten.

Paradoxon #1: Kinder vs. Eltern

Eltern greifen sich oftmals an den Kopf, wenn sie versuchen, das Verhalten ihrer Kinder zu verstehen. Wie oft kommt es vor, dass sich speziell pubertierende Kinder Zuhause provokativ, störrisch und mit einem äußerst rüden Unterton gegen die Eltern sträuben. Häufige Streitpunkt sind z.B. das Zähneputzen, Zimmer aufräumen, Hausaufgaben, Lernen für die Schule, Mithilfe im Haushalt, Höflichkeit, kleine Erledigungen u.v.m.

Dabei ist zu beobachten, dass die Kinder dies häufig nur nach einer mehrmaligen Bitte/Ermahnung mit Widerwillen tun und stattdessen ihren Eltern äußerst negativ, oft sogar aggressiv entgegentreten. Wie oft entstehen daraus heftige und schier endlose Debatten/Wortgefechte, bei denen sich die Emotionen zusehends aufschaukeln und zu eskalieren drohen. Ereignisse, die das Klima in der Familie zusehends vergiften.
Paradoxerweise verhalten sich die Kinder wenn sie bei Freunden eingeladen und bei einer fremden Familie zu Gast sind völlig anders. Sie sind meist höflich, zuvorkommend, helfen freiwillig mit und zeigen sich von ihrer besten Seite. Alles, was ihnen Zuhause zu lernen versucht wurde, setzen sie dort meist vollständig um. Häufig kommt es vor, dass Gast-Eltern ihre Gast-Kinder in den Himmel loben und sich wünschen, dass ihre eigenen Kinder auch so “brav” wären.

Die Frage ist nun, warum ist das so? Wieso ist es den Kindern unmöglich, auch Zuhause aufmerksam, hilfsbereit und höflich zu sein? Was hindert sie daran, ihren Eltern mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen?

Bei näherer Betrachtung der energetischen Verbindungen wird etwas sehr Wichtiges deutlich: Eine Kind reift 9 Monate im Mutterleib heran, kommt zur Welt und wird von den Eltern liebevoll betreut, gesäugt und mit allem versorgt, was es für sein Leben und seine Entwicklung braucht. Die Bindung des Kindes speziell zur Mutter ist daher enorm stark und das Band zwischen den Beiden ist mächtig. Bei aller Liebe ist es jedoch wichtig, dass das Kind sich im Laufe seiner Entwicklung vollständig verselbständigen kann, auf eigenen Beinen zu stehen und sein Leben alleine zu meistern lernt. In der Zeit der Pubertät ist dieses Bestreben des Kindes besonders stark ausgeprägt. Daher wehrt es sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese starke Bindung zu den Eltern und versucht mit aller Kraft dieses energetische Band zu durchtrennen. Es nutzt jede Gelegenheit, um an der Trennung zu arbeiten und alle Mittel sind ihm dabei recht, auch wenn diese für alle Beteiligten schmerzvoll sind. Es entsteht ein Kampf und je mehr die Eltern versuchen, diesen Kampf zu gewinnen, umso mehr leiden alle darunter. Man nennt diesen Prozess auch den Abnabelungsprozess und dieser ist von größter Wichtigkeit für die weitere Entwicklung des Kindes.

Die einzige Chance für die Eltern, in diesen Jahren nicht zu verzweifeln und nicht die Liebe bzw. den Hausfrieden zu zerstören, ist diesen Prozess zu unterstützen und dem Kind klarzumachen, dass sie ihm dabei behilflich sein möchten. Das bedeutet jedoch, dass die Eltern aufhören müssen, das Kind zu bemuttern, ihm Vorschriften zu machen, ihm alle Wünsche von den Augen abzulesen, ihm sein Zimmer aufzuräumen, die Wäsche zu waschen und alle Mahlzeiten zuzubereiten. Das Kind will unbewusst selbständig werden und unter Beweis stellen, alles selbst machen zu können. Dies bedeutet natürlich, dass die Kinder in die häuslichen Prozesse eingebunden werden müssen, um diese zu erlernen und die Eltern es ertragen müssen, dass das Kinderzimmer phasenweise einem Kriegsschauplatz gleicht, der Staub Zentimeterhoch liegt, das Kind ohne Frühstück und Lunchpaket zur Schule geht. Dass die Kinder keine Freude haben, z.B. ihre Wäsche selbst zu waschen oder sich zumindest am Prozess zu beteiligen, versteht sich von selbst, doch wenn im Kasten z.B. kein T-Shirt mehr vorhanden ist und sich die schmutzige Unterwäsche in einem Eck türmt, dann wird irgendwann der Punkt kommen, wo die Kinder danach verlangen und dann sind sie offen für eine Lehrstunde in Haushaltskunde. Eine wahre Geduldsprobe für die Eltern, Zustände so lange auszuhalten, bis die Kinder von selbst aktiv werden.

Es geht aber auch leichter, indem man mit dem Kind spricht und ihm klar macht, dass man weiß, dass es sich abnabeln und verselbständigen möchte und man als Eltern bereit ist, diesen Prozess zu unterstützen. Es ist dienlich, dieses energetische Band gemeinsam zu visualisieren und bewusst zu durchtrennen. Man spricht seitens der Eltern auch vom Loslassen! Ein fremdes Kind, das zu Gast ist, hat zu den Gasteltern keine Verbindung, die durchtrennt werden muss – somit verhält es sich neutral und so wie es gelernt hat, sich Erwachsenen gegenüber zu verhalten.

Eine sehr große begleitende Unterstützung bei der Abnabelung ist auch die bewusste Transformation von 3 Glaubenssätzen, die ein Kind in seinem Unterbewusstsein abgespeichert hat:

  • Keinesfalls darf ich bei meinen Eltern bleiben
  • Mein Leben ist von meinen Eltern abhängig
  • Meine Mutter und mein Vater sind für mein Leben verantwortlich

Diese Glaubensmuster sind alle mit sehr negativen Gefühlen und Emotionen verbunden und all jene kommen zum Ausdruck, wenn die Kinder den Abnabelungsprozess durchlaufen. Doch dies muss so nicht sein! Dieser Prozess kann auch liebevoll erlebt, verkürzt und unterstützt werden. Doch Mütter neigen oft dazu, ihre Kinder nicht loszulassen und diese bleiben dann selbst als Erwachsene gerne noch im Hotel Mama, weil es ja so praktisch ist … Das Ergebnis sind junge Erwachsene, die äußerst unbeholfen und unselbständig sind und in ihrem weiteren Leben z.B. im Beruf oder in der Partnerschaft laufend Schwierigkeiten haben.

Kinder/Jugendliche durchleben oftmals depressive Phasen, in denen sie ihr Leben als sinnlos erachten. Dementsprechend interessieren sie sich auch für so gut wie gar nichts, außer ihren Computerspielen, um die Zeit totzuschlagen. Besonders wertvoll wäre daher auch die Programmierung eines neuen Glaubenssatzes im Bewusstseinsfeld des Kindes. Dieser lautet:

  • Mein Leben ist wertvoll, ich habe alle Möglichkeiten

Dieser Satz muss nur mit dem Gefühl der Liebe und der Emotion der allumfassenden, bedingungslosen Liebe verbunden und im Bewusstseinsfeld abgespeichert werden.
Die Eltern haben es darüber hinaus sehr viel leichter, wenn sie u.a. das Verhalten des Kindes als Spiegel ihrer eigenen unterbewussten Programmierungen, die nicht in der Liebe sind, heranziehen würden, damit diese erkannt und transformiert werden können und das Kind nicht mehr genötigt ist, dieses Verhalten an den Tag zu legen. Jedes Verhalten, das negative Gefühle/Emotionen bei den Eltern auslöst, ist ein unmissverständliches Zeichen für ein unterbewusstes Programm, das nach Aufmerksamkeit bzw. Transformation schreit.

Ab diesem Zeitpunkt ist es sowohl für die Eltern als auch für das Kind sehr viel einfacher, miteinander liebevoll umzugehen und eine schnelle Entwicklung zu ermöglichen. Zahlreiche Frustrationen auf beiden Seiten können somit abgewendet werden und die immerwährende Herzensverbindung zwischen Eltern und Kind bleibt dabei unbeschadet. Der Kampf zwischen Eltern und Kind hört damit auf!

Das Paradoxon #1 ist somit keines mehr!

 


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